 | Am 16 und 17 Januar, wird in vielen Ortschaften Sardiniens S. Antonio Abate gefeiert und die Nacht wird durch grossen Feuern erleuchtet. So beginnt der traditionelle Karneval: die Masken erscheinen zum ersten Mal und rund um die Feuer wird gesungen und getanzt, wobei ein Glas köstlticher Wein die Herzen erwärmt. Einige Tage vor diesem Anlass, wird das Holz gesammelt, damit der zu verbrennende Haufen kurz vor Feieranfang erstellt wird; in einigen Orten beginnt man sogar am vorhergehenden Samstag. Nach der priestlichen Einweihung brennt das Feuer mächtig und die Nacht erleuchtet, die Funkel steigen zum braunen Himmel hinauf und scheinen sich mit den Sternen zu mischen: es wird getanzt, gesungen, der beste Wein getrunken und die zum Anlass vorbereitenen Süssgebäcke gegessen. In verschiedenen Dörfern werden die mit schwarzer Asche brennenden Holzscheiten in die Hände genommen und es kann auch vorkommmen, dass jemand ihr Gesicht mit den gleichen Händen streichelt. Nehmen Sie es nicht mit Ernst, denn es ist ein Glückszeichen. In vielen Dörfern, vor allem dort wo das Feuer angezündet wird um ein Gelübde loszusprechen oder eine Gnade zu erhalten, werden diese Holzscheiten als Zeichen gegen das Unglück aufbewahrt.
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