Der sardische Karneval ist kein Fest wie alle anderen. Er wird von der sardischen Bevölkerung sehr intensiv gefeiert. Man findet Feste mit den charakteristischen Masken, groteske Verkleidungen, Tänze und Gesänge.
Auch die Dörfer der Insel verkleiden sich und Schwarz und Weiß verwandeln sich in die Festfarben, um die antiken Traditionen der geheimnisvollen Riten heraufzubeschwören. Posse, Satire, Spiele mit dem Paradox machen den Karneval zu einer Veranstaltung, die man miterleben muss. Denn jeder, der am sardischen Karneval teilnimmt, wird in die Festlichkeiten mit einbezogen. So feiern alle mit und die Grenzen zwischen Darsteller und Zuschauer vermischen sich zusehends.
Saubohnen und Schmalz, sog. Fritelle (eine Art langer Krapfen) und Wein begleiten jeden auf dieser unglaublichen Reise.
Der sardische Karneval beginnt mit den Feierlichkeiten zu S. Antonio Abate und endet am Aschermittwoch. Die Hauptfeste finden an der Weiberfastnacht und am Fastnachtsdienstag statt, aber während der gesamten Karnevalswoche werden antike traditionelle Riten durchgeführt.
Im Nordosten Sardiniens ist wohl der Karneval von Tempio Pausania der Interessanteste. Hier ist Re Giorgio (König Georg) der Protagonist.
Die Protagonisten in Bosa und anderen Dörfern der Insel sind hingegen Stoffpuppen, die verurteilt und dann auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden.
Den Karneval in der Barbagia (Mamoiada und andere Orte) darf man auf keinen Fall verpassen. Hier findet man gespenstische Masken und Gestalten, die einem Film von Fellini entsprungen zu sein scheinen.
Pferdevorführungen hingegen charakterisieren den Karneval um Oristano.
SARDISCHE KARNEVAL
Tempio Karneval Mamoiada Karneval Oristano Karneval (die Sartiglia)
Bosa Karneval Ottana Karneval Santulussurgiu Karneval
Palau Karneval Orotelli Karneval Samugheo Karneval