
 | Sardinien |  |
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Viehzucht und Ackerbau |
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Viehzucht und Landwirtschaft zählen bis heute zu den wichtigsten Branchen der sardischen Wirtschaft. Vor allem in den Bergen und hügeligen Landstrichen Sardiniens waren die meisten Beschäftigten bis in die 70er Jahren in der Landwirtschaft tätig. Erst in den letzten Jahrezehnten des 20.
Die traditionelle Viehzucht konzentriert sich auf das sardische Schaf (das zu den besten Milchrassen der Welt gehört), die Bergziege und den Rotochsen aus dem Gebiet von Montiferru.
Die Verarbeitung der Zuchterzeugnisse, Milch und Fleisch, wurde auf Sardinien zu einem blühenden Wirtschaftszweig: Käsereien und Fleischereibetriebe, noch vorwiegend in Familienhand, produzieren Pecorino-Käse und Wurstwaren nach alter sardischer Schäfertradition. Im Bereich der Landwirtschaft sind vor allem der Oliven- und Weinbau von Bedeutung.
Sardinien produziert Weine mit Gütesiegel und Qualitätsöl; ähnliches gilt für den Anbau von Getreide. Das in den 1960-er Jahren ehrgeizig verfolgte Projekt, im Umland von Sarroch ein Zentrum der Petrochemie zu errichten, gilt als gescheitert und hat leider vor allem im Bereich der Arbeitsmarktpolitik einen herben Rückschlag erlitten. |
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Fischerei |
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Der gewerbliche Fischfang wird insbesondere in Alghero und an den Küsten des Sulcis betrieben: Aus diesen Gebieten kommt die reichste sardische Ausbeute.
Doch auch in der Gallura und insbesondere im Gebiet von Oristano hat Fischfang Tradition. Hier arbeiten die Fischer in den Lagunenseen und in Fischteichen.
Ein wichtiger Zweig der sardischen Fischwirtschaft ist auch der Thunfischfang in den tonnare (Todeskammern) von Carloforte und Portoscuso. Die hier gefangenen Thunfische werden in die ganze Welt exportiert, vor allem nach Japan. |
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Bergbau |
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Die Gruben des Sulcis-Iglesiente sind, nach der Einstellung des Kohleabbaus, in eine schwere Krise geraten. In der Erwartung, dass die seit Jahren vorliegenden und ausgearbeiteten Interventionspläne endlich durchgeführt werden, fördern einige Minen noch kleine Mengen Blei und Zink.
Wahrscheinlich wird nur die Erschließung dieser Industriearchäologie-Denkmäler und der Tourismus einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung in diesen Gebieten ermöglichen. |
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Der Dienstleistungssektor |
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Der Dienstleistungssektor hat vor allem durch das Internet und die neuen Technologien auf der Insel einen Boom erlebt.
Sardinien hat gemessen am Anteil der Bevölkerung die höchste Zahl von Internetzugängen in Italien und eine hohe Dichte von Internetseiten und Betrieben der Informations- und Kommunikationstechnologie.
In Cagliari sitzt die Gesellschaft Tiscali, ein in ganz Europa tätiger Internetanbieter und der 1999 bedeutendste Börsengang der italienischen Finanzgeschichte. |
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